Inspiriert durch die Druckplatten des Linolschnitts entwickelte ich eine Technik, die durch die Licht und Schattenwirkung der einzelnen Schnitte eine reliefartige Anmutung erhält. Die Reflexionen, die durch den Lichtfall auf die schrägen Schnittkanten entstehen, lassen die Linien je nach Blickwinkel leuchten oder fast verschwinden. Es entsteht ein Wechselspiel aus Hell und Dunkel, das sich mit dem Standort der Betrachtenden verändert – die Arbeit wird visuell aktiv, fast lebendig. Ihrer ursprĂ¼nglichen Funktion wird die topografische Karte durch die kĂ¼nstlerische Verfremdung beraubt. Stattdessen bietet sie jetzt die Möglichkeit, sich in der neu entstandenen Landschaft zu verlieren, sich neu zu orientieren und den Blickwinkel auf die seine Umgebung zu ändern.
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